Unsere Bestände reichen zurück bis ins 17. Jahrhundert

Bestände

Die Bestände des Elbschifffahrtsarchivs teilen sich auf in 6 Hauptgruppen:

Technische Unterlagen & Zeichnungen

Insbesondere die Bestände an technischen Zeichnungen mehrerer Schiffswerften bilden den wohl wichtigsten Schwerpunkt des Elbschifffahrtsarchivs. Mit dessen Sammlung, die schon längst nicht mehr auf die Elbe beschränkt ist, ist das Elbschifffahrtsarchiv europaweit eines der größten Spezialarchive geworden. Viele Binnenschiffswerften in Deutschland sehen in diesem Archiv eine gute Möglichkeit, ihre Bestände an technischen Originalzeichnungen früherer Jahrzehnte für die Zukunft zu bewahren.

Oftmals aber erfahren wir in „allerletzter Minute“ per Zufall vom Archivgut, welches bereits zur Entsorgung bereit steht: so zum Beispiel beim VEB Elbewerft-Boizenburg und dem VEB MTW-Wismar. Vielfach sind diese Original-Transparentzeichnungen auch in einem desolaten Zustand (eingerissen, verschmutz, zerknickt), sodass die Mitarbeiter des Elbschifffahrtsarchivs sehr aufwändig diese zunächst restaurieren müssen.

Umfangreiche Bestände folgender Schiffswerften

Klicken Sie auf eine Werft, um eine Liste der Bestände zu öffnen.

Verschiedene Kleinbestände:

  • De Biesbosch, Dordrecht
  •  České Loděnice n.p., Mělník
  • Deggendorfer Werft (DEW), Deggendorf / Donau
  • Deutsche Industriewerke, Berlin
  • Elsflether Werft, Elsfleth
  • GHH, Walsum
  • Hilgers AG, Rheinbrohl
  • Lanke-Werft, Berlin
  • Meidericher Schiffswerft, Duisburg
  • Oderwerft, Eisenhüttenstadt
  • Hugo Peters, Wewelsfleth
  • Rheinwerft, Mainz-Mombach
  • Schipper & Goern, Lauenburg
  • Schmidt GmbH, Oberwinter
  • Schweers, Bardenfleth
  • Teltow-Werft, Berlin
  • VEB Yachtwerft, Berlin
  • Caesar Wollheim, Cosel b. Breslau

Archivalien

Die Bestände an Archivalien in einem Archiv beruhen meistens auf der Überlassung von privaten Nachlässen und Aktenbestände von Unternehmen aus der Schifffahrt und dem Schiffbau sowie Behörden und Verbänden. Bei entsprechenden Angeboten erfolgt auch der Ankauf historischer Unterlagen wie z.B. Wertpapiere, Schriftgut und Kartenmaterial. Dadurch ist eine große Vielfalt der Sachgebiete vorprogrammiert. Dieses bedingt ein geordnetes Sammelsystem.

Bibliothek

Einen besonderen Schwerpunkt bildet die ständig wachsende Spezialbibliothek. Mit einer großen Sammlung an Büchern, Schriften, Sonderdrucken, Jahrbüchern und Zeitschriften zum Bereich der mitteleuropäischen Wasserstraßen bietet sie ein großes Informationsspektrum zur Binnenschifffahrt, Hafen- und Verladerschaft, zum Schiffbau und zu den Wasserstraßen sowohl in hydrologischer als auch schifffahrtstechnischer Hinsicht. Die Bibliothek umfasst zur Zeit rund 10.000 Bände. Hinzu kommen ca. 200 Nachschlagewerke und umfangreiche Registerbände zum Schiffsbestand in Deutschland. Der Zeitschriftenbestand reicht zurück bis ins Jahr 1897 und wird aktuell laufend ergänzt.

Fotos und Filme

Wie bei schifffahrtsbezogenen Sammlungen üblich bilden Abbildungen von Schiffen in allen Variationen einen besonderen Schwerpunkt. Ergänzt wird dieser durch Aufnahmen von Hafenanlagen, Wasserstraßen und deren Kunstbauten wie Schleusen und Brücken. Die Bestände des Elbschifffahrtsarchivs umfassen zur Zeit aktuell mehr als 20.000 Fotos unterschiedlichster Art und decken nahezu den gesamten mitteleuropäischen Bereich der Wasserstraßen ab.

Forschung

Der „Forschungsauftrag“ des „Vereins zur Förderung des Lauenburger Elbschiffahrtsmuseums e.V.“ ist bereits im Satzungsentwurf zur Vereinsgründung 1967 festgeschrieben. Er wird heute in §2 Abs. 2 eindeutig definiert. Aus organisatorischen Gründen wird dieser Teilbereich durch das Elbschifffahrtsarchiv wahrgenommen.

Forschungsprojekt

Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Werft in Rosslau 1991 gab es ein erstes Zusammentreffen mit wichtigen Zeitzeugen aus der Entwicklung des Baues von Tragflügelbooten auf der Sachsenberg-Schiffswerft in den 1930er Jahren. Daraus entstand ein größeres langjähriges Forschungsprojekt des Fördervereins zusammen mit der „Gotthard Sachsenberg Stiftung“, vertreten durch Klaus J. Sachsenberg, dem Sohn des früheren Werftinhabers. Stiftung und Förderverein finanzierten dieses Projekt über viele Jahre. Es erlangte durch die spätere Veröffentlichung weltweite Anerkennung.