Neuigkeiten aus dem Archiv

An dieser Stelle informieren wir über neue Erkenntnisse aus der Forschungsarbeit und die Entwicklung des Elbschifffahrtsarchivs.

      September  2022

 

Am Wochenende , dem 11. und 12.09.2022 wurde das am 12.07.2022 von Frau Sophie Koop vom Hamburger Lokalradio in unserem Archiv mit Werner Hinsch und Bernd Dittmer geführte Interview gesendet. Im Rahmen ihrer Sendung "Norddüüsch" stellt Frau Koop unser Archiv vor.

Für diejenigen Archivinteressierten, welche die Sendetermine verpassten, hat Frau Koop uns das Interview zur Verfügung gestellt und gestattet, es hier auf unser Seite Aktuelles zu veröffentlichen.
Für die Durchführung des Interviews, der Sendung und insbesondere der Möglichkeit der Veröffentlichung danken wir Frau Koop recht herzlich.
Hier nun das Interview:

 

 

   Septemer 2022

Ankündigung des neuen Buches Nr. 7 "Die Schiffswerft Ernst Menzer in Geesthacht"

Die Geschichte der Menzer-Werft in Geesthacht zu dokumentieren, ergibt einen beispielhaften Einblick in eine Zeitepoche des Flussschiffbaus in Deutschland. Waren es zunächst Pionierleistungen aufgrund neuer technischer Entwicklungen, so folgten wirtschaftliche Notwendigkeiten der Binnenschifffahrt und am Ende eine Umstrukturierung im gesamten Gewerbe. Die familiäre Betriebsform musste nach vielen erfolgreichen Jahren einer harten Finanzierungssystematik mit juristischen Spitzfindigkeiten weichen.

 
Der erste Neubau entsteht 1927

Insbesondere die Einführung des Stahlschiffbaus erforderte andere Fertigungsmethoden. Diese wurden ergänzt durch die Nutzung des Dieselmotors als Antriebskraft der Schiffe. Der neuen Herausforderung stellte sich Ernst Menzer 1927 erfolgreich mit der Übernahme der Werft in Geesthacht. Der Neubau von Flussschiffen hatte in den 1950er Jahren den Höhepunkt erreicht, brach danach innerhalb weniger Jahre jedoch vollkommen zusammen.
                                              Entstehung eines Vorschiffes

Erneut entwickelte die Werft in Geesthacht eine epochale Alternative – den Neubau von Chemikalientankern mit Ladetanks aus Edelstahl. Damit war der Fortbestand gesichert. Trotzdem verfiel der Schiffbau in Deutschland fortlaufend in eine nicht mehr abzuwendende Krise. Viele Werften mussten aufgeben. Auch die Menzer-Werft als „mittelständischen Betrieb“ traf es 1982 hart.

Dieses war jedoch zunächst „der Anfang vom Ende“ des Schiffbaus in Deutschland – und auch im gesamten Westeuropa. Heute hat sich der Bau von kommerziellen Schiffen nahezu komplett nach Asien verlagert; nur wenige verbliebene Schiffswerften können ihre Existenz mit kleineren Spezialschiffbauten erhalten. Bleibt die Frage „wie lange noch?“ zunächst offen.
Der Autor dieses neuen Buches, Werner Hinsch, konnte während seiner Lehrzeit als Schiffbauer bei der Menzer-Werft 1956 bis 1959 viele typische „Werftgewohnheiten“ erlernen, die seine spätere Berufslaufbahn bis heute (2022) entscheidend mitgeprägt haben. Die persönlichen Kontakte zu Wilhelm Menzer und weiteren „Ehemaligen“ waren der Auslöser des Interesses für die jetzige Dokumentation. Das bedeutete sodann eine jahrelange Recherche zu diesem nicht ganz einfachen Thema !

Das neue Buch Nr. 7 aus der wissenschaftlichen Buchreihe des Vereins zur Förderung des Lauenburger Elbschiffahrtsmuseums e. V. mit dem Titel "Die Schiffswerft Ernst Menzer in Geesthacht" wird im Selbstverlag  des Vereins in Zusammenarbeit mit der "EDITION Temmen", Bremen, mitte Oktober erscheinen.
Die ISBN lautet: ISBN 978 – 3 – 8378 – 4069 – 8

Der Preis beträgt € 31,00 zzgl. Versandkosten.
Der  Bezug wird möglich sein:
- im Elbschifffahrtsmuseum Lauenburg/Elbe
- an Bord des Raddampers KAISER WILHELM
- in der Buchhandlung FUCHS, Shanghaiallee 23, Hamburg
und
über unsere Internetadresse info@elbschifffahrtsachiv.de

 

      Juli 2022

 

Am 12.07.2022 besuchte Frau Sophie Koop unser Archiv. Frau Koop ist u.a. für das Hamburger Lokalradio tätig und führte im Rahmen ihrer Sendung "Norddüüsch" ein Interview mit Werner Hinsch und Bernd Dittmer durch.

Frau Koop arbeitete mit den Interviewpartnern einen 10-Punkte Fragenkatalog ab, der von der Gründung  bis zu den Zielen unseres Archives reichte.
Frau Koop war außerordentlich angetan von dem Umfang  der vielen Archivgenstände an Zeichnungen, Fotos, Periodika und Archivalien.
Besonsers beeindruckt war sie von der ausschließlich ehrenamtlichen und unentgeltlichen Tätigkeit aller Archivmitarbeiter.

 

      Mai 2022

Im Rahmen eines kleinen Empfanges wurde am 24.05.2022 das 40 – jährige Jubiläum des Lauenburger Elbschifffahrtsarchivs gefeiert.

Markus Reich als Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Lauenburger Elbschiffahrtsmuseums e. V. konnte unter den ca. 50 Gästen u. a. die Bundestagsabgeordnete Frau Dr. Nina Scheer, unseren Landrat Herrn Dr. Christoph Mager, den Amtsvorsteher des Amtes Lütau, Herrn Gerd Lüttge sowie den Lauenburger Bürgermeister Andreas Thiede und den Stadtpräsidenten Wilhelm Bischoff begrüßen.

In seinem Grußwort äußerte Dr. Mager sein Erstaunen über die vielfältigen und umfangreichen Bestände des Archivs und vor allem über die ehrenamtlich geleistete Tätigkeit der 15 Archivmitarbeiter. Für die Zukunft sagte er, im Rahmen seiner Möglichkeiten, die Unterstützung des Kreises Herzogtum Lauenburg zu.

Danach gab Archivleiter Werner Hinsch einen Rückblick über das Entstehen des Archiv und die Tätigkeit der vergangenen 40 Jahre.

Anschließend berichtete der stellv. Archivleiter Bernd Dittmer von den aktuellen überregionalen und auch internationalen Tätigkeiten des Archivs und endete mit dem Wunsch der Einrichtung des „Deutschen Binnenschifffahrtsarchivs“ natürlich mit Sitz in Lauenburg/Elbe.
Dieser Wunsch wurde von allen Gästen allseits unterstüzt.

Zur Betreuung der Gäste mit Sekt und ein paar Schnittchen waren 3 Damen der Besatzung unseres Raddampfers „Kaiser Wilhelm“ anwesend . Ihnen gilt ein besonderer Dank.

Mai 2022

Lauenburger Heft Nr. 18 ist am 17.05.2022 erschienen

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde am 17.05.2022 im Lauenburger Elbschifffahrtsmuseum das neu erschienene Heft Nr. 18 der Reihe der Lauenburger Hefte zur Binnenschifffahrstgeschichte vom seinem Autor und unserem Mitarbeiter, Herrn Dr. Andreas Hamann und dem Archivleiter Werner Hinsch vorgstellt .
Einzelheiten zu dem Heft mit dem Titel : " Die Binnenschiffffahrt auf mitteldeutschen Gewässern von 1931 - 1945" können in unserer Rubrik
Schriften und hier , einschließlich der Bestellmöglichkeiten, nachgelesen werden.

April 2022

Vergriffene Lauenburger Hefte aufgetaucht

Aus einem Nachlass wurden uns einige schon vergriffene Exemplare der LAUENBURGER HEFTE ZUR BINNENSCHIFFAHRTSGESCHICHTE übergeben. Vorhanden sind die Ausgaben
Nr. 1 - 90 Jahre Raddampfer "Kaiser Wilhelm",
Nr. 2 - Die Lauenburger Personendampfer,
Nr. 3 - Die Lauenburger Dampf- und Motorschlepper,
Nr. 4 - Hafen- und Dampfschiffahrt - A.G.,
Nr. 5  - Stern und Kreisschiffahrt,
Nr. 6 -  Die Weiße Flotte Dresden,

Nr. 8 - Traditionsdampfer "Diesbar".
Solange der Vorrat reicht, können diese Hefte beim Lauenburger Elbschifffahrtsarchiv gegen einen Betrag von je 1 Euro zuzüglich Porto erworben werden.

März 2022

Web -Seite ist online

Im Beisein von Presse und Herrn Recknagel von den VersorgungsBetrieben Elbe GmbH wurde am 22. März 2022 unsere neugeschaffene Web - Seite online gestellt. Besonderer Dank gilt unseren beiden Sponsoren, der Bürgerstiftung der Raiffeisenbank Lauenburg/Elbe und den VersorgungsBetrieben Elbe GmbH. Damit ist das Lauenburger Elbschifffahrtsarchiv im Internet für interessierte Nutzer sichtbar und per E-mail erreichbar.

Januar 2022

Schenkung von Schiffspostkarten erhalten

Im Januar 2022 erreichte uns eine wertvolle Sammlung von historischen Briefen und Postkarten mit Schiffspoststempeln und Tickets überwiegend von der Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft (D.D.S.G.). Wir werden diese nun sichten, katalogisieren und so im Bestand auffindbar machen. Experte auf diesem Gebiet ist Bernd Dittmer.

Dezember 2021

Räumlichkeiten erweitert

Durch den Ausbau der räumlichen Kapazitäten in einem Hinterhaus des Archivs konnten zusätzliche Regal- und Arbeitsplätze für die Sammlung von Zeitschriften gewonnen werden. Die Sammlung von Fachmagazinen reicht dabei zurück bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts.